Pünktlich um 13 Uhr kommt der Kran, hebt unseren Felix vorsichtig auf und transportiert ihn zum Kranbecken. Der "Rastaman" vom Nachbarboot, der uns mit seiner lauten Musik oft genervt hat, die Büroangestellten im ersten Stock des Gebäudes hinter uns, alle Wünschen uns eine gue Reise und winken uns zum Abschied nach. Viele Gesichter sind uns in dieser langen Zeit bei Peake`s vertraut geworden. Der Abschied fällt uns aber nicht all zu schwer. Wir freuen uns auf gute Luft, Ruhe und blaues Meer.

Gibt es Zufälle? Vor einigen Wochen sind wir mit Mari und Herbert, gute Freunde von der "SY Barbarella", zur Maracas Bay im Norden von Trinidad gefahren. An diesem herrlichen Strand suchen wir uns ein Plätzchen im Schatten einer Palme. Gewaltig donnernd brechen sich die Wellen des Karibischen Meeres im seichten Wasser. Ein Mann kommt auf uns zu und ersucht uns, auf seine Sachen aufzupassen, während er ins Wasser geht. Sein Englisch ist mit einem aufällig österreichischen Akzent versetzt. Wir wechseln die Sprache und erfahren, dass Franz aus Oberösterreich kommt und zur Zeit in Trinidad arbeitet. Er hat uns gleich beim Aussteigen aus dem Auto als ortsunkundige Touristen identifiziert, weil sonst niemand mit Flossen hier herkommt.
Durch dieses glückliche Zusammentreffen lernen wir die Insel von einer neuen Seite kennen. Franz unternimmt mit uns Ausflüge in den Süden nach San Fernando und zu den endlos langen, naturbelassenen Palmenstränden Manzanilla und Mayaro an der Ostküste. Er weiß natürlich auch, in welche Bars man als Weißer gehen kann und wo es Shrimps im Speckmantel gibt. Bei "PriceSmart" erledigen wir unseren Großeinkauf für die Weiterfahrt, füllen zwei Einkaufswagen und sind sehr dankbar, dass uns Franz mit seinem Pickup zurückbringt zum Boot.
Alle Bewohner der Karibik, aber die Trini`s ganz besonders, lieben zu limen. Limen heißt zusammensitzen bei lauter Musik, entspannen, tanzen und ... trinken. Carib oder Stag ist egal, Hauptsache Bier! Durch einen Mitarbeiter von Franz können auch wir einen echten Lime erleben. Wir fahren in einen Stadtteil von Port of Spain, den man am Abend als Weißer besser meidet. Morgan, seine Familie und seine Freunde nehmen uns herzlich in ihrer Runde auf und wir fühlen uns äußerst wohl. Calypso Sound dröhnt aus der sündteuren Autoanlage, die einem Trini wichtiger ist als das ganze Auto. Auch wir lassen uns vom Rhythmus mitreißen, werden aber niemals so in der Musik aufgehen können, wie unsere neuen Freunde.

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