Eine Seefahrt die ist lustig, heißt es... Heute kann ich nicht so recht daran glauben und bin froh, dass uns nur noch 60 Meilen von unserem Zielhafen auf Mauritius trennen. Die vorausgesagten guten Wetterbedingungen stimmen nur teilweise. Schon seit der vergangenen Nacht zieht immer wieder ein Squall durch und bringt Regen und stärkeren Wind. Mit gereffter Genua segeln wir über die Wellenberge, die regelmäßig an backbord und zwischen den Rümpfen anknallen und für eine Dusche im Cockpit oder einen Rumpler am Esstisch sorgen.

Das alles wäre noch zu verkraften, wenn ich nicht zusätzlich Zahnschmerzen bekommen hätte, wodurch eine Gesichtshälfte aussieht wie bei einem Hamster. Das Lachen fällt mir schwer und auch meine Pflichten an Bord kann ich nur sehr eingeschränkt erfüllen. Kapitän Alois hat mich in der Nacht dienstfrei gestellt und versucht tagsüber seinen Schlaf nachzuholen. Der erste Weg wird uns in Port Louis gleich zu einem Zahnarzt führen.

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