Home Unsere Reise Australien 20. April 2011 - Australien hat uns wieder

20. April 2011 - Australien hat uns wieder

Lange haben wir Felix alleine gelassen, aber in den vergangenen Monaten oft an ihn gedacht. Ungewöhnlich heftige Niederschläge sorgen im ganzen Bundesstaat Queensland um die Weihnachtszeit für heftige Überschwemmungen. Auch der Burnett River bei Bundaberg ist davon betroffen. Die Bundaberg Port Marina liegt an der Innenseite einer Flussbiegung nahe der Mündung zum Meer. Die Wassermassen können sich im breiten Flussbecken und in den gegenüberliegenden Mangroven beruhigen. Unsere schweizer Segelfreunde von der „Miami“ verbringen die ganze Zeit auf ihrem Boot in der Marina und informieren uns per e-mail über die aktuelle Lage.

„Hab grade nach Felix geschaut. Es geht ihm gut, nur die Vögel belagern ihn.“ Heilfroh sind wir jedes mal über Utes beruhigende Zeilen. Bei unserer Rückkehr beschreibt sie uns, wie der reißende Fluss mit 15 Knoten Strömung vorbeigerauscht ist und losgerissene Boote aus der Stadtmarina vorbeigetrieben sind. 

Im Jänner steuert der Zyklon Yasi auf die australische Ostküste zu. Die Satellitenbilder sind beeindruckend und wir können nur hoffen, dass er seine gerade Zugbahn nach Westen beibehält. Der Wirbelsturm trifft mit 300 km/h bei Cairns an Land und richtet schwere Verwüstungen an. In unserer Marina einige hundert Kilometer südlich davon ist laut Ute nicht einmal ein Lufthauch zu spüren.

Wir haben großes Glück gehabt. Felix liegt genauso am Steg, wie wir ihn vor fünf Monaten verlassen haben. Nach solchen Wetterkapriolen nehmen wir den Vogeldreck relativ gelassen. Auch das Unterschiff hat nur einen schlammigen Belag, den wir später vor Anker abwischen werden. Wir ersparen uns vorerst das Kranen und ein neues Antifouling.

Felix ist vollgebunkert mit Mehl, Reis, Nudeln, Milchpulver, Bier und sonstigen Grundnahrungsmitteln von Woolworths für die nächsten Monate und frischen Vitaminen vom Sonntagsmarkt. Groß und Genua sind aufgezogen und alle Navigation- und Rettungseinrichtungen gecheckt. Morgen früh wollen wir die Leinen losmachen und nach Fraser Island segeln.