Windrichtung und Wellenbewegung sind sich am Indik nie einig. Noch 200 Meilen liegen vor uns bis Port Louis auf Mauritius. Das sollte bis Freitag Vormittag zu schaffen sein. Eigentlich haben wir ideale Segelbedingungen, würde nicht der Wind aus Ostsüdost mit den Wellen aus Süden so ein Durcheinander ergeben. Unsere Bewegungen an Bord wirken alles andere als elegant. Wir torkeln durch die Gegend wie betrunken und müssen uns mit einer Hand ständig festhalten. Beim Kochen lehne ich mich im breitbeinigen Seemannsstand fest gegen das Waschbecken und bin froh über unsere Antirutschmatten auf der Arbeitsfläche. Schlußendlich schmecken dann das Bratgemüse mit Haloumikäse, Petersilerdäpfel und grünem Salat ausgezeichnet. Gerne verzichten wir auf so manchen Luxus, aber nur im Notfall auf ein warmes Mittagessen.

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